Berufskolleg I für Technik
der Stadt Hagen
Cuno Berufskolleg

Informatikkaufmann/-frau

Bundesagentur für Arbeit: Video zum Beruf

Ansprechpartner: Herr Müller
Bereichsleiter IT-Berufe: Herr Dr. Dau

Was machen Informatikkaufleute?

Viele Unternehmen sind sich sicher: Mit Hilfe eines Computersystems würden die Abläufe im Betrieb schneller, kostengünstiger und fehlerfreier ablaufen. Nur: Wie muss das System beschaffen sein, dass diese Wünsche erfüllen kann? Wichtig ist also, die Bedürfnisse des Unternehmens mit den Möglichkeiten der Datenverarbeitung (DV) abzustimmen. Das ist die Aufgabe von Informatik-Kaufleuten. Sie finden die richtige EDV-Lösung, die zum Unternehmen passt und sorgen dafür, dass die neue Technik auch richtig genutzt wird: Deshalb schulen Informatik-Kaufleute auch die Anwender im Unternehmen.

Informatikkaufleute ...

  • kennen die Mitarbeiterstruktur, Kunden und Lieferanten eines Unternehmens,
  • kennen den Waren-, Material- und Informationsfluss im Betrieb,
  • kennen alle Geschäftsabläufe eines Unternehmens,
  • stellen - dazu passend - das richtige elektronische System zusammen, um diese Abläufe zu unterstützen und zu verbessern,
  • ermitteln Kosten für notwendige Geräte, Programme etc.,
  • prüfen Finanzierungsmöglichkeiten mit Eigen- oder Fremdkapital (Kredite),
  • erstellen Angebote, kalkulieren Preise und formulieren Kauf- und Wartungsverträge,
  • planen den Aufbau und die Softwareinstallationen,
  • achten auf die Qualitätssicherung (Einhaltung bestimmter vorgegebener Qualitätsnormen),
  • schulen die Anwender und helfen bei Problemen.

Informatikkaufleute arbeiten für ...

  • Handel
  • Banken
  • Versicherungen
  • Gesundheitswesen
  • Dienstleistung (z.B. Spedition)
  • Öffentliche Verwaltung

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

Für wen ist der Job geeignet?

Bewerber sollten ...

  • sich für betriebliche Zusammenhänge wie Arbeitsabläufe, Produkte, Kunden interessieren
  • mathematisches Verständnis, logisches Denkvermögen und eine gute Allgemeinbildung sowie sprachliches Ausdrucksvermögen mitbringen
  • Spaß am Planen und Organisieren haben
  • gerne im Team arbeiten

Was ist besonders gut?

  • die selbständige Arbeit an einem Projekt von Anfang bis Ende
  • ständig neue Herausforderungen
  • finanzielle Verantwortung
  • Umgang mit Menschen

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Ausbildungsbeginn vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber die Fachoberschulreife oder die Allgemeine Hochschulreife. Die Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre. Der Anteil der Kernqualifikationen, das sind u. a. Datenverarbeitungstechnik, kaufmännische und betriebliche Grundlagen ist im ersten Ausbildungsjahr am größten. Im Laufe der Ausbildung nimmt die Vermittlung von Spezialkenntnissen zu.

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen Tarifpartner, also die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, vereinbaren, wieviel Sie während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können Ihnen genaue Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft für Ihren Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel bei Ihrer Industrie- und Handelskammer, beim Berufsverband oder auch beim Arbeitsamt vor Ort.

Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht's weiter, beispielsweise als Fachwirt Datenverarbeitung. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein. Klar ist: Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun. Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbständiger Unternehmer haben will, muss flexibel sein und sich regelmäßig weiterbilden.

Im Rahmen Ihrer Arbeit können Sie sich auf einen Bereich spezialisieren:

  • Netzwerkverwaltung (Verwaltung und Überwachung der an ein System angeschlossenen Computer)
  • Datenbankverwaltung (Verwaltung und Ergänzung der aufgebauten Datenspeicher)
  • Training/Qualifizierung (Schulung und Weiterbildung von Anwendern)

Der Umfang an Weiterbildungsprogrammen wächst ständig. Es gibt bundesweit eine Vielzahl verschiedener Qualifizierungsmöglichkeiten; Anbieter sind die Industrie- und Handelskammern, private Schulungszentren, Berufsbildungszentren und -akademien, zum Beispiel die DAA (Deutsche Angestellten Akademie). Darüber hinaus gibt es auch innerbetriebliche Weiterbildungen. Diese Angebote sind im Aufbau sehr unterschiedlich, von Vollzeitangeboten über ein bis zwei-monatige Intensivkurse bis zum berufsbegleitenden Abendkurs. Über das Arbeitsamt erhalten Sie eine vollständige Übersicht: www.arbeitsamt.de und dann auf KURS klicken.

Daher hier nur Beispiele:

  • Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)
  • Fachwirt/-in Datenverarbeitung: (erledigt z.B. betriebswirtschaftliche Aufgaben mit Hilfe geeigneter Anwendersoftware)

Kurzinfo

Informatik-Kaufleute...

... kennen die Geschäftsabläufe ihres Betriebes und finden die passenden EDV-Lösungen.

Besonders gut ist ...

... das selbständige Arbeiten an einem Projekt von Anfang bis Ende, ständig neue Herausforderungen, finanzielle Verantwortung.

Bewerber/-innen sollten ...

...sich für betriebliche Zusammenhänge interessieren, mathematisches Verständnis, technisches und kaufmännisches Interesse haben.

Wer bildet aus?

Industrie, Handel, Banken, Softwarehäuser, Versicherungen, Krankenhäuser, Verwaltungen

Dauer der Ausbildung?

3 Jahre

Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?

Auskünfte dazu geben Kammer, Arbeitsamt, Berufsverband, Arbeitgeberverband und Gewerkschaft

Berufliche Aufstiegschancen?

http://www.it-weiterbildung.info/index.html z.B. zum Ausbilder/-in, Fachwirt/-in Datenverarbeitung. Die Inhalte dieses Berufsbildes beruhen auf Informationen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie.