Berufskolleg I für Technik
der Stadt Hagen
Cuno Berufskolleg

Gießereimechaniker/-in

Bundesagentur für Arbeit: Video zum Beruf

Ansprechpartner: Herr Späth
Bereichsleiter: Herr Eckerle (Metalltechnik)

Was machen Gießereimechaniker/-innen?

Gussteile für den allgemeinen Maschienbau und dem Automobilbau wie z.B.: Getriebgehäuse, Bremstrommeln, Kurbelwellen, Hydraulikventile aber auch Badezimmerarmaturen werden vom Gießereimechaniker gefertigt. Um sie herzustellen, werden die notwendigen Formen eingerichtet und anschließend mit flüssigem Metall gefüllt.

Auch wenn ihr Arbeitsplatz ganz schön heiß ist, behalten Gießereimechaniker immer einen kühlen Kopf. Zu ihrem umfangreichen Job gehören vielfältige Aufgaben wie die Überwachung von Anlagen und der Qualität der Gussteile sowie die Instandhaltung der Produktionsanlagen damit Gussteile dem Abkühlen keine Risse oder Blasen enthalten und tatsächlich alles aus einem Guss ist. Die unterschiedlichen Gusstechniken erfordern viel Spezialwissen. Gießereimechaniker werden daher in einer der drei Fachrichtungen ausgebildet:

  • Handformguss
  • Maschinenformguss
  • Druck- und Kokillenguss (mehrfach verwendbare Gussformen)

Gießereimechaniker ...

  • arbeiten anhand von Modellen, Modellplatten und Dauerformen oder technischen Unterlagen
  • planen den Arbeitsablauf
  • achten auf die Qualität der Gussstücke, nehmen regelmäßig Proben und prüfen sie
  • erkennen Störungen, sorgen für deren Beseitigung und halten Geräte und Anlagen instand
  • bedienen und überwachen die Produktionsanlagen

Gießereimechaniker der Fachrichtung Handformguss ...

  • prüfen Formstoffe (z.B. Sand) und bereiten sie auf, um Formen und Kerne herzustellen
  • stellen Gießformen per Hand oder mit Maschinen her
  • gießen Formen ab und entleeren sie

Gießereimechaniker der Fachrichtung Maschinenformguss ...

  • setzen Werkzeuge, Maschinen, Geräte, Vorrichtungen und Anlagen ein, um Formstoffe (z.B. Sand), Formen und Kerne maschinell herzustellen
  • erkennen Störungen an den Produktionsanlagen und beseitigen sie

Gießereimechaniker der Fachrichtung Druck- und Kokillenguss (mehrfach verwendbare Gussformen) ...

  • montieren Dauerformen für den Produktionsprozess
  • richten Maschinen und Anlagen ein, stellen die erforderlichen Betriebswerte ein und rüsten bei Produktionswechsel um

Gießereimechaniker arbeiten für ...

  • industrielle Metallgießereien

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

Für wen ist der Job geeignet?

Bewerber sollten ...

  • technisches Interesse haben
  • zupacken können und körperlich fit sein
  • verantwortungsbewusst arbeiten

Was ist besonders gut?

  • die Verbindung von Handarbeit und moderner Technik

Nicht geeignet ist die Ausbildung ...

bei Empfindlichkeit gegenüber Hitze:

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Ausbildungsbeginn vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber mindestens den Hauptschulabschluss. Manche sogar die Fachoberschulreife (Mittlere Reife).

Lehrbetrieb und Azubi entscheiden gemeinsam in welcher der drei Fachrichtungen die Ausbildung erfolgt:

  • Handformguss
  • Maschinenformguss
  • Druck- und Kokillenguss

Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Die Ausbildung endet nach dreieinhalb Jahren mit bestandener Abschlussprüfung.

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen Tarifpartner, also die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, vereinbaren, wie viel Sie während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können Ihnen genaue Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft für Ihren Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel bei Ihrer Industrie- und Handelskammer, beim Berufsverband oder auch beim Arbeitsamt vor Ort.

Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht?s weiter, beispielsweise als Techniker der Fachrichtung Hüttentechnik. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein. Klar ist: Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun. Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbständiger Unternehmer haben will, muss flexibel sein und sich regelmäßig weiterbilden.

Es gibt jede Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren, z.B.

  • Werkstoffprüfung
  • Hütten- und Gießereitechnik
  • Schweißtechnik

Unter bestimmten Voraussetzungen, z.B. mehrjähriger Berufserfahrung, sind verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u.a.:

  • Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)
  • Industriemeister/-in Gießereiindustrie oder Hüttentechnik
  • Techniker/-in Gießerei- oder Hüttentechnik

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule (FH) möglich, u.a.:

  • Bachelor of Engineering (früher Dipl.-Ingenieur/-in Hüttentechnik)

Kurzinfo

Gießereimechaniker ...

... arbeiten anhand von Konstruktionszeichnungen und technischen Unterlagen und planen den Arbeitsablauf, sie achten auf die Qualität der Gussstücke, nehmen regelmäßig Proben und prüfen sie.

Sie erkennen Störungen, sorgen für deren Beseitigung und halten Geräte und Anlagen instand, bedienen und überwachen die Produktionsanlagen. Gießereimechaniker werden in einer der drei Fachrichtungen ausgebildet:

  • Handformguss
  • Maschinenformguss
  • Druck- und Kokillenguss (mehrfach verwendbare Gussformen)

Besonders gut ist ...

... die Verbindung von Handarbeit und moderner Technik

Bewerber/-innen sollten ...

... handwerklich geschickt sein, technisches Interesse haben, zupacken können und körperlich fit sein, verantwortungsbewusst arbeiten

Dauer der Ausbildung?

3,5 Jahre

Wer bildet aus?

Industrielle Metallgießereien

Verdienst während der Ausbildung und im Beruf?

Auskünfte dazu geben Kammer, Arbeitsamt, Berufsverband, Arbeitgeberverband und Gewerkschaft.

Beruflicher Aufstieg

z.B.: Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis), Industriemeister/-in Gießereiindustrie oder Hüttentechnik, Techniker/-in Gießerei- oder Hüttentechnik, Dipl.-Ingenieur/-in Hüttentechnik

Die Inhalte dieses Berufsbildes beruhen auf Informationen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie.