Berufskolleg I für Technik
der Stadt Hagen
Cuno Berufskolleg

Verfahrensmechaniker/-in für Kunststoff- und Kautschuktechnik

Bundesagentur für Arbeit: Video zum Beruf

Ansprechpartner: Herr Eckerle
Bereichsleiter: Herr Eckerle 

Was machen Verfahrensmechaniker/-innen für Kunststoff- und Kautschuktechnik?

Ohne Kunststoffe geht nichts mehr: Ob Computertastaturen, Einkaufstüten oder Motorradsitze - für jeden Bedarf werden bestimmte Kunststoffe entwickelt. In vielen Bereichen wird auch Kautschuk angewandt, ein natürlicher Rohstoff, der zur Herstellung von Gummi benutzt wird. Die Kunststoff- und Kautschuk-Profis stellen mit Hilfe von Spezialmaschinen die verschiedensten Produkte her, wie zum Beispiel Folien, Platten oder Gehäuse.

Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik ...

  • kennen und bearbeiten die verschiedenen Kunststoffe, Kautschuke und Hilfsstoffe
  • bearbeiten auch metallische Werkstoffe
  • fügen verschiedene Werkstoffe und formen sie um
  • setzen verschiedene Energieträger (z.B. Erdgas, Erdöl) je nach Bedarf ein
  • ordnen die Formmassen oder Halbzeuge (noch nicht fertig gestellte Erzeugnisse) verschiedenen Verfahren zu und bereiten die Verfahren vor
  • be- und verarbeiten polymere Werkstoffe (bestehen aus Makromolekülen) nach verschiedenen Verfahren
  • bauen Pneumatik-(arbeiten mit Luftdruck) und Hydraulikschaltungen (arbeiten mit Druck von Flüssigkeiten) auf und prüfen sie
  • messen, steuern und regeln mit Hilfe spezieller Instrumente und Einrichtungen
  • führen die Fertigungsplanung, -steuerung und -überwachung durch
  • überprüfen die Qualität der Erzeugnisse

Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik arbeiten für ...

Unternehmen der kunststoff- und/oder kautschukverarbeitenden Industrie z.B.

  • Hersteller von Verpackungsfolien
  • Schaumstoffen
  • Bau- und Möbelsysteme
  • Kunststoff-Recycling

Dort werden sie in der Regel auch ausgebildet.

Für wen ist der Job geeignet?

Bewerber sollten ...

  • Spaß an Mathematik, Physik und Chemie haben
  • gerne im Team arbeiten
  • Interesse an Technik haben
  • sorgfältig und verantwortungsbewusst arbeiten

Was ist besonders gut?

  • ein neuer und zukunftsorientierter Beruf
  • gute Aufstiegsmöglichkeiten

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber den Hauptschulabschluss, manche auch die Fachoberschulreife (Mittlere Reife). Lehrbetrieb und Auszubildende entscheiden gemeinsam, in welcher der vier Schwerpunkte die Ausbildung erfolgt:

  • Formteile
  • Halbzeuge
  • Mehrschicht-Kautschukteile
  • Bauteile

Ausbildungsvergütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar je nach Unternehmen sehr unterschiedlich. Die jeweiligen Tarifpartner, also die Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, vereinbaren, wie viel Sie während und nach Ihrer Ausbildung verdienen. Sie können Ihnen genaue Auskünfte geben. Welcher Arbeitgeberverband bzw. welche Gewerkschaft für Ihren Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahren Sie zum Beispiel bei Ihrer Industrie- und Handelskammer, beim Berufsverband oder auch beim Arbeitsamt vor Ort.

Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht es weiter, beispielsweise als Industriemeister. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit sein.

Klar ist: Keiner muss sein Leben lang immer im gleichen Job dasselbe tun. Im Gegenteil: Wer heutzutage gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. als selbständiger Unternehmer haben will, muss flexibel sein und sich regelmäßig weiterbilden.

Es gibt - je nach Fachrichtung - jede Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren, z.B.

  • Werkstoffprüfung
  • EDV-Anwendungen
  • Qualitätssicherung
  • Steuerungstechnik

Unter bestimmten Voraussetzungen, z.B. mehrjähriger Berufserfahrung, sind je nach Fachrichtung verschiedene Fort- und Weiterbildungen möglich, u.a.:

  • Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)
  • Industriemeister/-in Fachrichtung Kunststoff und Kautschuk
  • Techniker/-in der Fachrichtung Maschinentechnik oder Umweltschutztechnik

Nach dem Besuch einer Fachoberschule ist das Studium an einer Fachhochschule möglich, u.a.:

  • Bachelor of Engineering (früher Dipl.-Ingenieur/-in Kunststofftechnik (FH))

Kurzinfo

Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik

kennen und bearbeiten die verschiedenen Kunststoffe, Kautschuke und Hilfsstoffe, be- und verarbeiten polymere Werkstoffe (bestehen aus Makromolekülen) nach verschiedenen Verfahren

Besonders gut ist ...

... dass es ein neuer und zukunftsorientierter Beruf ist und es gute Aufstiegsmöglichkeiten gibt

Bewerber/-innen sollten ...

Spaß an Mathematik, Chemie und Physik haben, gerne im Team arbeiten, Interesse an Technik haben, sorgfältig und verantwortungsbewusst arbeiten

Wer bildet aus?

Unternehmen der kunststoff- und/oder kautschukverarbeitenden Industrie

Dauer der Ausbildung?

3 Jahre

Verdienst während der Ausbildung?

Auskünfte dazu geben Kammer, Arbeitsamt, Berufsverband, Arbeitgeberverband und Gewerkschaft.

Berufliche Aufstiegschancen?

z.B.: Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis), Industriemeister/-in Fachrichtung Kunststoff und Kautschuk, Techniker/-in der Fachrichtung, Maschinentechnik oder Umweltschutztechnik, Dipl.-Ingenieur/-in Kunststofftechnik

Die Inhalte dieses Berufsbildes beruhen auf Informationen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie.