Berufskolleg I für Technik
der Stadt Hagen
Cuno Berufskolleg

„Wir, die wir zuhören, können zu Zeugen werden.“ - Zweitzeug*in werden

Am 18. Mai nahmen über 40 Schülerinnen und Schüler (der Klassen HB17A und HB17IA) an dem Projekt „Zweitzeug*in werden“ im Rahmen der Tage „Schule ohne Rassismus“ teil.

Als erste Schule in Hagen kooperierte das Cuno-Berufskolleg I mit dem Verein „HEIMATSUCHER“, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Erinnerungen an die Schoah zu bewahren.

Im Gespräch mit Zeitzeugen und Zeitzeuginnen der Schoah wurden die Referentinnen Frau Eisenhardt, Frau Hemp und Frau Weber selbst zu zweiten Zeuginnen. Als „Zweitzeuginnen“ sehen sie sich nun in der Verantwortung, das Gehörte weiterzugeben. Deswegen erzählten sie unseren Schülerinnen und Schülern von zwei Menschen, die sie berührt und ermutigt haben… von Channouch Mandelbaum (ursprünglich aus Cleve, heute Jerusalem) und Chava Wolf (aus Bukowina, heute in Java).
Jeder dieser beiden Überlebenden hatte ein Zuhause und ein Leben vor dem Krieg. Beide waren ganz normale Kinder und Jugendliche – mit Hobbys, Freunden und Lieblingsfächern. Da die Lebensgeschichten der HEIMATSUCHER bereits im Kindesalter beginnen, boten sie entsprechende Identifikationsmöglichkeiten für unsere Schüler.

Die Zeitzeugen leben noch heute eindrücklich vor, dass sich der Kampf gegen rassistische Ideologien lohnt. Sie werden zu Vorbildern, die die Schülerinnen und Schüler aus dem Schrecken des Holocaust bis in die Gegenwart führen. Ohne zu bagatellisieren wurde auf diesem Weg das zweite Teilziel erreicht: den Holocaust als ein aktuelles Thema zu begreifen, das zum Handeln ermutigt: gegen Rassismus und für Courage!

Nicht nur der Dialog mit den Schülern bewegte, sondern auch die Briefe, die jeder an die beiden Überlebenden schreiben durfte.

Bedanken möchten wir uns in diesem Zusammenhang bei der Sparkassestiftung Hagen Herdecke, die durch ihr Sponsoring die Kooperation überhaupt erst möglich gemacht hat!

Herzlichen Dank auch an das Lehrerteam, das das Projekt begleitete: Frau Demirbas, Frau Şener, Herr Demiryürek und Herr Schatz.